Nachdem im vergangenen Monat bereits die Geräte FritzBox 7590 und die FritzBox 7490 und vor einigen Tagen auch die Modelle 7530, 7520, 6890 LTE und 6820 LTE an der Reihe waren, wurden nun auch die Modelle 7590, 7490 und 6890 LTE mit der neuesten Labor-Version des FritzOS ausgestattet.
Bislang gibt es das Update nur als Labor-Version, es handelt sich also um eine Test-Version, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Vom Einsatz in produktiven Umgebungen sollten Sie daher absehen. Außerdem können Besitzer des FritzWLAN Repeater 1750E und der FritzPowerline 1260E die Labor-Version installieren.
Mit dem Labor-Update nähern sich die FritzBoxen weiter der finalen Version von FritzOS 07.08 an. Da es bei den Updates derzeit Schlag auf Schlag zu gehen scheint, lohnt sich für Besitzer einer FritzBox, die das Update bisher noch nicht erhalten hat, ein regelmäßiger Blick auf die Update-Seite von AVM.
Neues FritzOS bringt Neuerungen für FritzFon
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AVM erweitert die Labor-Version nach und nach um neue Funktionen, darunter neue Features für das FritzFon, Einstellungen für DSL, WLAN und Heimnetz. Gewissermaßen können nutzer so bereits einen Ausblick auf künftige (Voll-)Versionen des Fritz-Betriebssystems erhaschen. Erstmals findet sich in den Einstellungen auch eine Option, die den Downgrade auf die FritzOS-Vorgängerversion erlaubt. Der Test der Labor-Version ist somit weitgehend risikolos möglich. Eine kleine Änderung wird auf Wunsch direkt (un)sichtbar: Wer eine FritzBox beispielsweise im Schlafzimmer betreiben möchte, kann in der neuen Version sämtliche LEDs deaktivieren.
Eine große Neuerung betrifft das Mesh-System, das in der neuen Version AP-Steering unterstützt. Alle WLAN-Geräte im Netzwerk werden dabei aktiv und in Abhängigkeit von der Signalstärke mit dem optimalen Router oder WLAN-Repeater verbunden. Voraussetzung für AP-Steering ist, dass auf FritzBox und Repeater die aktuelle Labor-Version von FritzOS läuft. Das Netz muss einen einheitlichen Namen tragen, der sowohl für 2,4- als auch 5-GHz-Band gilt. Außerdem müssen die Endgeräte mit den WLAN-Standards 802.11k und 802.11v kompatibel sein.
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In der Labor-Version 07.08 erlaubt es AVM darüber hinaus, die DSL-Datenrate manuell anzupassen - liegt sie näher am vertraglich geregelten Wert, sinkt AVM zufolge die Empfindlichkeit gegenüber Störungen. Mit dem Update wird außerdem das Protokoll SMB in Version 3 aktualisiert – es ist leistungsfähiger und sicherer als die Vorgängerversionen. Durch die Umstellung auf SMBv3 werden SMBv1 und NTLMv1 gegenwärtig nicht unterstützt – Nutzer der Labor-Version müssen an ihren Endgeräten also etwaige Einstellungen anpassen.
Zudem bringt das Update einige Verbesserungen für die DECT-Telefone von AVM: Mit der neuen FritzOS-Version ist es möglich, auf dem Telefon abgespielte Titel vor- und zurückzuspulen. Anrufernummern können künftig direkt vom Telefon aus gesperrt werden, außerdem können auch Rufumleitungen direkt auf dem Handgerät eingerichtet und gelöscht werden. Die vierte und letzte bislang angekündigt Neuerung betrifft die Übertragung von Live-Bildern, etwa von einer Türsprechstelle: Diese Verbindungen können in Zukunft mittels HTTPS verschlüsselt werden.
Auch neu: Haben Kunden bei der Einrichtung ihres Modems / ihres Repeaters eine E-Mail-Adresse angegeben, werden Ihnen wichtige Informationen wie etwa zu neuen Updates, fremde Anmeldungen auf der FritzBox oder sogar wenn das Kennwort vergessen wurde als Push-Nachricht an die angegebene Mailadresse geschickt.
So installieren Sie das Labor-Update für die FritzBox
Unser Download-Link führt Sie auf die Website von AVM, auf der Sie die aktuelle Labor-Version als ZIP-Paket herunterladen können. Auf FritzBoxen, die vom Provider gestellt werden, ist eine Installation unter Umständen nicht möglich oder kann zu Problemen führen. Explizit ausgenommen ist die als HomeServer+ angebotene FritzBox von 1&1 - auf ihr kann die Labor-Version installiert werden.
Die Installation erfolgt über die Benutzeroberfläche der FritzBox. Zuvor sollten Sie ein Backup erstellen, das alle Einstellungen der FritzBox sichert. Eine Wiederherstellung auf die aktuelle Version 7.01 ist mittels eines Recovery-Tools für Windows möglich, das dem Download von AVM beiliegt.